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Wer ist der ZdK ?

Der ZdK ist am 18. November 1979 in Bad Kissingen gegründet worden. Er ist die älteste und mitgliederstärkste Vereinigung, in der sich Schulträger von privaten Kosmetikschulen organisiert haben. Der ZdK sieht sich als übergeordnete, neutrale, bundesdeutsche Dachorganisation. Zu seinen Aufgaben zählt er u.a. auch, über die Ausbildungsmöglichkeiten, den Beruf und die Berufschancen der Kosmetikerin umfangreiche Aufklärung und Hilfestellung zu geben.


Kosmetik was ist das ?

Das Wort Kosmetik hat seinen Ursprung in dem griechischen Wort „Cosmos“, womit eine all umfassende Ordnung, Schönheit oder Schmuck bezeichnet wurde. Nach diesem Verständnis der Antike sind Ordnung und Schönheit eng miteinander verknüpft. Die Ordnung ist als erstes und oberstes Gesetz die Grundlage der Schönheit. Die Natur in geordnetem Zustand ist nicht nur schön, sondern auch gesund. Somit ist die Kosmetik als ordnender Faktor eine Vorsorge für die Gesundheit.

Ein schöner und gesunder Mensch ist zufriedener mit sich und glücklicher, weil er erfolgreicher im Berufs- und Privatleben sein kann. Daraus wird deutlich, dass die Kosmetik auch eine entscheidende Rolle im Seelenleben der Menschen erfüllt und in der Entfaltung des kulturellen und sozialen Zusammenlebens.


Wie wird man Kosmetikerin ?

Die Berufsbezeichnung „Kosmetikerin“ ist gesetzlich nicht geschützt. Die Hinführung zum Beruf kann zum einen im Rahmen eines betrieblichen Ausbildungsverhältnis erfolgen, hierfür gibt es starre, zwingende, bundeseinheitliche Vorschriften. Die typische Ausbildung zur Kosmetikerin findet dagegen an Fachschulen statt. Hierfür gibt es keine allgemein in der gesamten Bundesrepublik Deutschland geltenden Regelungen über die Inhalte der Ausbildung. Auch die Ausbildungsdauer von Schule und anschließendem Praktikum ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Die Kosmetikschulen sind in aller Regel Privatschulen und unterstehen den Privatschulgesetzen der Bundesländer. Deshalb unterscheidet sich auch das Ausbildungsangebot der Schulen. Der Unterricht erfolgt nach feststehendem Stundenplan und Lehrplan mit fest gelegten Lernzielen. Das Nähere erfahren Sie bei der Schule Ihrer Wahl.

Im Interesse der beruflichen Fachqualifikation befürwortet und unterstützt der ZdK eine Ausbildungsdauer von insgesamt zwei Jahren, wobei hiervon das erste Jahr in der Schulausbildung besteht, das zweite Jahr in einem frei gewählten Berufspraktikum.

Nach Abschluss der Schulausbildung wird eine Fachprüfung in kosmetischer Theorie mit allen dazugehörigen Fächern und kosmetischer Praxis abgelegt. Diese Prüfung ist die Voraussetzung für die Zulassung zum Berufspraktikum, das in der Regel in einem Kosmetikfachbetrieb absolviert wird. Dieses Berufspraktikum soll der Kosmetik-Praktikantin Gelegenheit geben, die in der Schule erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen und zu erweitern und sich mit dem Berufsalltag vertraut zu machen. Danach wird sie dann die volle Verantwortung für eine zielorientierte, komplizierte, fachgerechte Kosmetikbehandlung in der praktischen Arbeit übernehmen können.

Das Ausbildungsziel der Berufsfachschulen für Kosmetik, die dem ZdK angeschlossen sind, kann wie folgt formuliert werden: „Die Ausbildung zur Kosmetikerin soll die allgemeine Bildung erweitern und dazu alle Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, welche die Schülerinnen befähigen, den angestrebten Beruf der Kosmetikerin verantwortungsbewusst und erfolgreich auszuüben.“

Der ZdK rät dringend von Kurzausbildungen ab! Damit Sie nicht auf die Versprechungen von Kurzausbildern hereinfallen und denken, dieser Beruf sei in wenigen Wochen erlernbar, geben wir Ihnen Folgendes zu bedenken:

- Eine schlecht ausgebildete Kosmetikerin muss möglicherweise feststellen, dass sie kein Existenzgründungsdarlehen einer Bank
bekommt, weil niemand ihr bestätigt (IHK, HWK oder Verbände), dass ihre Kurzausbildung sie ausreichend auf die Selbständigkeit und den Kosmetikberuf vorbereitet hat.

- Entsprechendes gilt für die notwendige Haftpflichtversicherung.

- Mit dem Argument, eine Kurzausbildung bereitet nicht ausreichend auf die Berufsausübung vor und der Schaden wäre bei
branchenüblicher Ausbildung nicht passiert, haben die Versicherer auch alle Möglichkeiten, Schadensregulierung zu verweigern.

- In den beiden größten, berufsständischen Vereinigungen der Kosmetikerinnen in Deutschland werden Kosmetiker/innen von
kurzausbildenden Schulen nicht aufgenommen.

- Kundinnen und Kunden lesen auch die Werbung für Kurzausbildung oder Fernlehrgang in verschiedenen Zeitschriften und gehen
nach schlechten Erfahrungen überhaupt nicht mehr zur Kosmetikbehandlung.

Der Kosmetikberuf ist ein wunderschöner Beruf, wenn die Ausbildung stimmt !


Welche Voraussetzungen sollte man für die Schulausbildung mitbringen ?

Folgende Grundvoraussetzungen scheinen uns wesentlich zu sein:

- Freude am Umgang mit Menschen
- Manuelles Geschick
- Die für diesen verantwortungsvollen Beruf am Menschen nötige gesundheitliche Eignung,
nachgewiesen durch ein ärztliches Unbedenklichkeitszeugnis
- Ein Mindestalter von 17 Jahren zum Zeitpunkt der Abschlussprüfung ist ratsam
- Das Abschlusszeugnis der Hauptschule oder ein höherer Schul- oder Universitätsabschluss
- Eine vorherige Berufsausbildung ist nicht erforderlich, aber auch nicht hinderlich


Was sind die Aufgabenbereiche der Kosmetikerin ?

Die Aufgaben der Kosmetikerin bestehen zum einen darin, die Haut gesund zu erhalten und eine vorzeitige Alterung zu verhindern sowie darin, spezielle Hautprobleme zu beseitigen. Zum anderen soll die kosmetische Behandlung für Entspannung und Wohlbefinden sorgen; die Verschönerung und Pflege des Gesichts und des Körpers soll das Selbstbewusstsein stärken. Voraussetzung dafür ist nicht nur ein umfangreiches Fachwissen und Können der Kosmetikerin, sondern auch ein gewisses Einfühlungsvermögen, ferner Menschenkenntnis und Kontaktfreudigkeit.


Welche Berufschancen hat die Kosmetikerin ?

So vielseitig wie die Ausbildung sind auch die Berufsmöglichkeiten einer fachlich qualifiziert ausgebildeten Kosmetikerin. Auf allen Berufsfeldern steht ihr eine große Anzahl von Möglichkeiten offen. Den konkreten Arbeitsplatz sucht sich die Kosmetikerin entsprechend ihren persönlichen Neigungen und ihrer fachlichen Eignung. Beispielhaft sind folgende Tätigkeiten als angestellte Kosmetikerin zu nennen:

- Als behandelnde Kosmetikerin im Kosmetikinstitut, auf Schönheitsfarmen, in Fußpflege-
instituten, Kurhäusern, Sanatorien, Saunabetrieben mit Kosmetik-Abteilung, Bräunungs-
studios, in Ferienclubanlagen, auf Kreufahrtschiffen
- In der Beratung und im Verkauf in Parfümerien, Drogerien, Kosmetik-Abteilungen von
Kaufhäusern, Apotheken mit Kosmetiksortiment, in Reformhäusern, bei Friseuren
- Als fachliche Mitarbeiterin in einer Hautarztpraxis oder einer Hautklinik
- Als Kosmetikerin mit Fachausbildung zur Visagistin bei Fernsehen und Film, Mode- oder
Frauenzeitschriften, Modefotografen, in der Kosmetikindustrie, in Modehäusern
- Mit Begabung im Journalismus und in der Werbung bei Mode- oder Frauenzeitschriften,
Tageszeitungen, Werbeagenturen oder Werbeabteilungen, PR-Abteilungen der Kosmetik-
industrie
- In der Kosmetikindustrie als Reisekosmetikerin, Gebietsrepräsentantin oder Mitarbeiterin
in der Produktion oder Forschung
- Mit pädagogischer Erfahrung und Zusatzausbildung in Berufsfachschulen, Berufsschulen,
Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Volkshochschulen, als Schulungsleiterin in der
Kosmetikindustrie

Natürlich steht der Kosmetikerin auch der Weg in die Selbständigkeit offen, z.B. mit eigener Kosmetikpraxis, mit einem Kosmetikinstitut mit Parfümerie oder einer Fußpflegepraxis, mit eigenen Kosmetikprodukten..

Die Kosmetikbranche gehört zu den expandierenden Märkten, nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Dies ist die Folge des zunehmenden Bewusstseins der Menschen, dass Hygiene - Gesundheit - Schönheit eng miteinander zusammen hängen. Es ist also eine zukunftssichere Berufswahl. Die Berufs- und Verdienstaussichten können als durchweg gut bezeichnet werden, soweit es sich um tadellos ausgebildete und versierte Kosmetikerinnen handelt. Die Einkunftschancen der Kosmetikerin richten sich in besonderem Maße nach ihrem persönlichen Einsatz, nach Fachwissen und Fachkönnen.